Wie bereite ich Espresso richtig zu: AeroPress

Diese Zubereitungsart ist momentan in Deutschland nur unter Kaffeexeperten bekannt, wird sich aber meiner Meinung nach sicher schnell verbreiten. Die AeroPress ist ein aus zwei Kolben zusammensetzbarer, manueller Kaffeebereiter. Mittels Druck, ähnlich wie bei der French Press, befördert man das mit Kaffeemehrl vermengte Wasser durch ein Papiersieb. Die Kaffeemaschine kann sowohl für Espresso als auch für Kaffee benutzt werden. Sie ist extrem einfach zu handhaben, klein und handlich. Und da sie nur 30 Euro kostet, ist sie ein echter Preisschlager – im Vergleich zu den anderen, hochwertigeren Zubereitungsarten. Hier kannst Du sie übrigens direkt kaufen.

Der Espresso wird in der AeroPress besonders gut, weil hier die Espressomehl-Partikel vol im Wasser schwimmen und damit rundum und gleichmäßig extrahieren könnnen.

Die Zubereitung geht so:

  • Man nehme ca 16-20 Gramm frisch gemahlenes Espressomehl. Etwa so fein wie für den Filteraufguss
  • Auf den breiteren Kolben setzt man das schwarze Sieb, in dem schon der Papierfilter liegt. In den Kolben hinein kommt jetzt das Kaffeemehl.
  • Nun gießt man aufgekochtes und auf ca 90 Grad abgekühltes Wasser auf, bis der Kolben fast voll ist.
  • 3 mal umrühren und ziehen lassen (je nach Geschmack)
  • Dann presst man mit dem dünneren Kolben das Wasser hinunter in die Tasse
In diesem Video wird alles nochmal genauer erklärt:

Wie bereite ich Espresso richtig zu: Siebträger

Die Espressozubereitung im Siebträger, also einer dieser schönen Maschinen, die man in jedem guten Café sieht, ist die wahre Zubereitungsart, bei der ich ins Schwelgen komme. Aber: Eine Siebträgermaschine ist teuer und darum kommen nicht allzu viele Leute in den täglichen Espresso-Genuss zu hause. Für die, die es interessiert: Ein gutes Einsteigermodell gibt es beim Espressomaschinen-Hersteller Gaggia für um die 300 Euro. Dazu muss man natürlich noch eine geeignete Mühle kaufen – denn nur frisch und richtig fein gemahlen schmeckt Espresso richtig gut und bekommt die dicke Crema. Eine Espressomühle kostet um die 150 Euro mindestens. Empfehlen kann ich die Isomac.

Nun zur Zubereitung, denn hier gibt es wichtige Parameter, auf die man achten muss:

1. Man nehme für eine Tasse 7-9 Gramm Kaffeemehl, frisch gemahlen und zwar sehr fein.
2. Das Kaffeemehl kommt in den Siebträger und wird darin mit ca 20 Kilogramm Druck festgetampert.
3. Nun spannt man den Siebträger ein und drück auf “go”. Der Espresso sollte nun 25-30 Sekunden lang in die Tasse laufen. Und zwar bis:
4. Genau 25 ml in der Tasse sind!

Die Extraktionszeit von 25-30 Sekunden und die Füllmenge von 25 ml sind dabei die wichtigsten Stellschrauben! Sind diese korrekt eingehalten, solltest Du einen perfekten Espresso vor Dir haben. Das Video zeigt Dir nochmal in Bild und Ton wie´s funktioniert.

Wie bereite ich Espresso richtig zu: Espressokocher

Bialetti Espressokocher

Bialetti Espressokocher

Der Espressokocher ist unter vielen Namen bekannt: Als Herdkanne zum Beispiel, oder als Bialetti, benannt nach ihrem berühmtesten Hersteller, dem Traditionshaus Bialetti. Geläufig ist auf der Name Moka Express, denn so heißt das Modell von Bialetti. Wusstest Du, dass in Italien über 90% der Haushalte eine Bialetti besitzen? Diese Espressokocher, die man auf den Herd stellt, gibt es in Aluminium oder Edelstahl, wobei viele Kenner sagen, das Aluminium ungesund sein und Geschmacksstoffe abgebe, die den Geschmack des Espressos verfälschen.

Hier kommt die richtige Zubereitung Espressokocher:

  • Erstmal mahlt man die Espressobohnen frisch in der Mühle. Und zwar etwas gröber als für den Siebträger, aber etwas feiner als für den Filteraufguss.
  • Dann schraubt man das Kännchen auseinander, nimmt den Siebaufsatz heraus und füll kaltes Wasser in den Bauch der Kanne, und zwar bis auf die Höhe des goldenen Ventils.
  • Dann setzt man das Sieb wieder drauf und füllt das frische Espressomehl hinein, bis es voll ist. Nicht andrücken!
  • Man schraubt den Korpus zusammen und setzt den Kocher auf die heiße Herdplatte.
  • Und nun wartet man, bis das Wasser kocht und durch das Sieb in den oberen Teil der Kanne aufsteigt. Sobald es anfängt laut zu blubbern, nimmt man den Kocher vom Herd.
Nun hat man den fertigen Espresso, der natürlich anders schmeckt als aus dem Siebträger. Da im Herdkocher keine 9 bar Druck aufgebaut werden, hat dieser Espresso keine Crema. er schmeckt ein bisschen mehr wie ein Mokka, weswegen viele Leute sich für diese Art der Espressozubereitung schon von vorne herein Mokka-Röstungen kaufen.